Fehler 1: Auf einen Trend aufspringen
Am auffälligsten ist das wohl beim Thema KI. Jeder schreibt und redet darüber. Das ist auch gut so, wenn es für Deine Zielgruppe relevant ist. Die Gefahr besteht aber, Deinen Markenkern zu verwässern. Du musst nicht jede neue KI-Studie zitieren oder Entwicklungen einordnen, die nicht zu Deinen Kernthemen gehören. Das erwartet Dein Publikum nicht und Du machst Dich im schlimmsten Fall unglaubwürdig.
Fehler 2: Auf möglichst viel Reichweite schielen
Gerade in der Suchmaschinenoptimierung galt lange das Prinzip: Umso mehr Traffic, desto besser. Wer hat nicht gerne 10.000 oder mehr Besucher pro Monat auf der Webseite?
Aber auch hier gilt:
Du musst nicht bei möglichst vielen, sondern bei den Richtigen im Kopf bleiben. Ein Blog oder Podcast mit nur wenigen tausend Besuchern kann völlig ausreichen und Dich zu einer Brand in Deiner Nische machen.
Fehler 3: Den Falschen nacheifern
Wir alle kennen sie, die Lautsprecher in unserer Branche. Sie wirken selbstbewusst, fallen sofort auf und haben eine extrem hohe Präsenz. Gerade auf Social Media hat man schnell das Gefühl, dass nur solche Leute aus der Masse herausstechen. Dabei gibt es viele „Leisetreter“, die auch erfolgreich sind.
Es lohnt sich, sich mit diesen zu beschäftigen und nicht unbedingt mit denen, die überall genannt werden! Eine der wichtigsten Punkte beim Personal Branding ist, sich einzigartig zu positionieren.
Fehler 4: Fehlende Konsistenz
Unsere Ansprache sollte über alle Kanäle hinweg eindeutig und auf einander abgestimmt sein.
Die Realität sieht aber häufig so aus:
- Im Podcast wird geduzt und auf der Webseite gesiezt
- Auf Social Media steht im Profil „Freelancer“, auf der Startseite „Berater“.
- Die Themen auf dem Blog sind nicht auf den Podcast abgestimmt.
Unsere Aussenwirkung wird auf diese Weise beliebig und wir gehen in der Masse an Informationen und Angeboten unter.
Fehler 5: Sich hinter dem eigenen Angebot verstecken
Vielleicht sagst Du jetzt:
Bei den grossen Marken wie Bosch, Haribo oder Adidas kennen wir auch nicht die Köpfe dahinter. Das stimmt zum Teil, aber solche grossen Unternehmensmarken funktionieren nach anderen Mechanismen. Gerade in umkämpften Nischen-Märkten bietet Personal Branding eine grosse Chance.
Überblick: Die 5 grössten Fehler im Personal Branding
| Fehler | Lösung | Beispiel |
| Auf ein Trend aufspringen | Inhalte erstellen, bei denen Erfahrungen aus 1. Hand vorhanden sind | KI-Hype |
| Auf möglichst viel Reichweite schielen | Klarer Themenfokus | Möglichst viel SEO-Traffic |
| Den Falschen nacheifern | Die eigenen Werte identifizieren | Grosse Social Media Influencer |
| Fehlende Konsistenz | Klare Brand Voice | Ansprache über alle Kanäle hinweg |
| Sich hinter dem eigenen Angebot verstecken | Offene Kommunikation der Entscheider, klare Haltung | Nicht wie grosse Unternehmensmarken zu kommunizieren |
Typische Blockaden beim Personal Branding
Stellst Du Dir auch manchmal folgende Fragen?
Was soll ich überhaupt erzählen, es wurde doch schon alles gesagt?
Was denken wohl die Leute, wenn ich das schreibe?
-> Dahinter steckt die Angst vor Ablehnung und ein lähmender Perfektionismus.
Die Lösung ist:
Denke an Deine Zielgruppe die Dich kennt und die Du kennst. Ihr habt idealerweise die gleichen Werte und sie verstehen Dich und Deine Inhalte. Sprich regelmässig mit ihnen über Deine Herausforderungen und wie Du diese lösen kannst.